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. Netzwerkmedium Internet

13
Dez
2005

Small Brother is watching you

Das kleine Berliner Exilblog über das grosse Hauptstadtblog.

Der Name ist Programm: Hauptstadtblog:Wir bloggen Berlin!
Seinem Selbstverständnis nach ist das Hauptstadtblog das digitale Pendant zum Lokalteil, und berichtet, keinesfalls umfassend, über das bunte Treiben in Berlin.
Mal erstaunlich um objektivität bemüht, mal äusserst subjektiv, mal positiv hervorhebend, mal verreißend.
Für jeden Geschmack ist etwas dabei, meist auf eine pointiert bissige und nicht in allzu sehr in die Tiefe gehende Weise.
Das ist es, was es so schwer macht, das Hauptstadtblog, von der Regionalität einmal abgesehen, in eine Schublade zu stecken.
Zu vielfältig ist das Angebot, für das ein ebenso diversitäres Team verantwortlich zeichnet
Die Autorenschaft des Hauptstadtstudios ist ein Querschnitt aus Azubis, Studenten, PR Leuten und Lebenskünstlern, und wie so oft, ist ein grosser Teil dieses Ausschnitts der berliner Bevölkerung zugereist.
Einige der Autoren sind auch für andere populäre Blogs aktiv, zum Beispiel Matthias für The Exit und Medienrauschen.

Ein, natürlich mit 'B' alliterierendes Kategoriesystem schafft Übersichtm und hilft, den ein oder anderen schrägen Artikel einzuordnen:
  • Begonnen
    Die Themen des Tages, beim Frühstück produziert.
  • Bemerkt
    Raum für Statements, Meinungen und kleine Berliner Geschichten.
  • Bereist
    Ausflugs-und Touristenziele, ofters der etwas anderen Art, nicht immer frei jeglicher Ironie, wie zum Beispiel di Fahrradtour durchs Märkische Viertel (MV, Sido - klingelts?) zeigt.
  • Berichtet
    Eine kleine, aber feine Auswahl an Berliner Nachrichten und Tagesgeschehen, ausgenommen ist hier die Bundespolitik (obwohl sie mir 'B' beginnt. :) )
  • Betont
    Raum am rechten Bildschirmrand für Wichtiges und besonders Gelungenes.
  • Betrachtet
    Berlin in Bildern-mal bekannt, mal weniger bekannt, meine Lieblingskategorie für den schnellen Klick hier im fernen Trier.
  • Bewertet
    Rezensionen, Tests und Tipps von Cafés, Bars, Theateraufführungen und sonstigen Events und Spots in Berlin, abgrundtief subjektiv, abgrundtief gut.
553 mal jeklickt

22
Nov
2005

WTF 1.0

Ich gebe zu, ich bin eher einer der I-Net Nutzer, die zwar in ihrer gewohnten Umgebung ganz gut zurecht kommen, aber viel zu selten ohne Tipps von Anderen mal über den Tellerrand ihres kleinen behaglichen Nests in Form der eigenen Linkliste blicken.
So muss ich auch gestehen, dass das Web 2.0 völlig an mir vorbeigegangen ist.
Da gibt’s doch tatsächlich ein neues WWW, und ich bin noch in Version 1.0 unterwegs und bekomme
keine Updateaufforderung?
Was muss ich tun? Wo muss ich mich anmelden? Was kostet es?

*googlegoogle*

aaah

ahaaa

das alles ist 2.0 ?

*ratterratter*

Drum n Bass - nice!

Na wenn das so ist... – Schock bekämpfen, Puls runterfahren, wieder auf den Stuhl hieven.
Alles halb so schlimm – Ich bin ja längst Web 2.0 user, zum Beispiel just in diesem Moment– ja warum sagt mir das denn keiner?

Wohlmöglich, weil die plakative Terminologie völlig nebensächlich ist.

Das Internet hat sich im Laufe der Zeit ständig gewandelt, wie es Dinge, die in Benutzung sind nun mal so an sich haben.
Spricht man seit der Erfindung von Handyklingeltonwerbung im TV vom Fernsehen X.0? Nein.
Aber nun ist dieser Begriff in der Welt, und es gilt über ihn hinwegzusehen, und sich dem Inhaltlichen zu widmen.
Das Web 2.0, die „architecture of participation“ setzt auf den User, der eben auch Produzent ist.
Es basiert auf dem Mitwirken des einzelnen, ein veranschaulichendes Beispiel ist die Open Source Bewegung.
Weg vom Kommerz, hin zur virtuellen sozialen Gemeinschaft heißt die Devise.
Gemeinsam wird am Wissensschatz gefeilt, werden Erlebnisse im Blog für alle niedergeschrieben, wird gänzlich neue Software erarbeitet.
Wer hier nicht begeistert aufschreit hat entweder kein Netz, oder heisst Bill Gates und bangt um seine Microsoft Encarta.

Als Vorreiter dieser Entwicklung werden Google, Amazon und ebay genannt.
Mitbestimmung der User in allen Ehren, aber hier handelt es sich nichtsdestotrotz um profitorientierte Unternehmen, sprich die Mitgestaltung geht genau bis dahin ,wo dieser Profit gefährdet ist.
So begeistert ich auch von vielen Entwicklungen wie Peer-to-Peet Börsen, Wikis und Ähnlichem bin, ist es nötig, eine Trennlinie zwischen profit- und non-profit Projekten zu ziehen.
Denn wenn diese Grenzen zu sehr verwischt werden, könnte der Euphorie in der Mitgestaltung schnell Ernüchterung folgen, und zwar genau dann, wenn man, im Glauben, für „die gute Sache“, die Community Arbeit investiert, und sich Andere mit dieser bereichern.
441 mal jeklickt

14
Nov
2005

We are the web or the web is us?

Der Mensch ist schlecht

Neben der besagten Umfrage von Pew Internet and American Life Project haben sich auch andere mit der Vergangenheit und Zukunft des Internet auseinandergesetzt. Ein bemerkenswerter Artikel zu diesem Thema ist von Kevin Kelly in Wired erschienen: "We Are The Web".

KK beginnt, methodisch korrekt, chronologisch in der Vergangenheit und Gegenwart, um hierauf seine Prognosen für die Zukunft aufzubauen.
Ein Punkt, welcher mir bei "The Future of the Internet" etwas zu kurz kommt, wie ich bereits- noch in Unkenntnis KKs Artikels - in meinem Pamphlet "Von Laien und Profis"
bemerkt habe.
Auch er betont, dass die Prognosen aus der Vergangenheit, die für die heutige Zeit getroffen wurden, fast völlig ins leere trafen, und die Entwicklungen, die heute das Internet dominieren, damals völlig unterschätzt wurden, sofern sie überhaupt schon gesehen wurden.
Hier wird allerdings auch deutlich dass er mit dieser Argumentation auch seine eigenen Voraussagen für die Zukunft des WWW ein Stück weit in Frage stellt.
Die Ausführungen KKs über die anfängliche Skepsis großer, unflexibler Branchenriesen aus diversen Marktfeldern ist amüsant, und zeigt, wie schwerfällig solche Unternehmen sind, und wie unfähig, von ihrer gewohnten Geschäftspraxis abzuweichen.
Es bleibt zu hoffen, dass ihnen diese Geschäftsschlappe in den ersten Jahren des .com Booms eine Lehre war, und sie in Zukunft mehr auf Innovationsförderung setzen.
Auch die Episode zur Kommerzialisierung des WWW ist interessant.
Ich wusste nicht, dass es ein Werbeverbot in der ersten Zeit des Internet gab, und die Betonung klar öffentliche Einrichtungen lag, die ja, im Zuge der Zeit den Trend dann doch noch verschlafen haben, wenn man das erbärmliche Onlineangebot von öffentlichen Einrichtungen, Parteien und gemeinnützigen Organisationen betrachtet.
Eine Zahl, die sicherlich jeden schockiert ist die Umlegung der existierenden Websites auf die Weltbevölkerung: 100/Person – unglaublich!
Wirklich interessant wird es aber erst bei der Ursachenforschung für den Erfolg des Internets.
Die Tatsache, dass Nutzern die Möglichkeit gegeben wird, selbst zu gestalten, von KK als „bottom-up takeover bezeichnet, ist hier das wohl stärkste Argument.
Diese Entwicklung schließt auch das bloggen mit ein, eine Entwicklung, die vor 10 Jahren auch niemand so prognostiziert hätte, und die, so zumindest KK ein Stück weit das kreative Schreiben zurück auf die Tagesordnung gebracht hat.
Der Artikel geht sogar noch weiter, und abstrahiert, dass durch das Internet Konsumenten zu Produzenten gemacht werden.
Eine Beobachtung, zwar zutrifft, aber nur teilweise, wie ich finde.
Nach wie vor gibt es genug User, die das Web lediglich konsumieren, also nicht von couch potatoes zu producern, sondern höchstens zu office chair potatoes geworden sind.
Die „Elektrifizierung der Teilhabe“ ist jedoch nicht abzustreiten.
Sie ist der Brennstoff für alle nichtkommerziellen Inhalte.
Die Open-Source Bewegung ist hier sicherlich ein wichtiger Baustein - mich wundert allerdings, dass in diesem Zusammenhang
Softwarepatente nicht als gefährliche Tendenz erwähnt werden.
Aus einer im Text nicht genauer bezeichneten Studie geht hervor,
dass nur 40 Prozent der Webinhalte kommerzieller Natur sind.
Hier wären zwei Aspekte interessant:
Die Entwicklung in der Vergangenheit, und eine Prozentuale Aufteilung der Views auf kommerzielle- und nicht kommerzielle Inhalte, um gesicherte Aussagen über die Aufteilung des WWW treffen zu können.
60 Prozent nichtkommerzielle Inhalte schön und gut. Wenn sich diese 60 Prozent aber aus Webseiten mit wenig views à la "dies ist die Homepage von "Elfriede X"zusammensetzen, liegt für mich die Verteilung der Interessenlagen im WWW anders, als die erste, bloße prozentuale Aufteilung vorspiegeln will.
Bei der Aussicht KKs auf die Zukunft des Internet finde ich besonders erfreulicht, dass er, anders als die Umfrageteilnehmer bei "We Are The Web" abstrahiert, und sich nicht an einzelnen Phänomenen aufhält.
Die These, dass es möglich wäre, das es eines Tages, mehr Produzenten als Konsumenten gäbe, daraus resultierend mehr Upload als Download, finde ich faszinierend, wenn auch nicht wirklich realistisch von meiner warte aus, da es, wie beschrieben, immer konsumierende, passive User geben wird. Nichtsdestotrotz bleibt dieses Gedankenspiel interessant. Wer hat die Zeit, zu konsumieren, wenn alle produzieren?
Produzenten und Konsumenten vereinen sich in einer Person (Prosumers).
Meiner Meinung ein Ideal, wenn auch illusorisch, das durchaus begrüßenswert wäre, denn wer selbst produziert kann andere Produktionen besser bewerten und verarbeiten als ein reiner Konsument.
Die große Vision kommt jedoch ganz zum Schluss.
Zukünftig werden sich die Rechner weltweit lediglich als Fenster ins WWW fungieren, die Arbeit, der Speicher, alles wird im Web erledigt und abgelegt, wie ein gigantisches Hirn, mit Milliarden Synapsen - den einzelnen Usern.
Wie auch ein Gehirn wird dieses Netzwerk lernfähig sein, und zwar gefüttert durch das Nutzerverhalten des Einzelnen, learning by using.
Ist so eine Entwicklung positiv zu sehen?
Datenschützer warnen schon jetzt vor dem gläsernen Individuum.
Ist diese Enwicklungsthese realistisch?
Würden die mächtigen der Welt soetwas zulassen
Wie positionieren sich die einzelnen Staaten mit ihren jeweiligen territorialen Interessen zu einer solchen Entwicklung?
Solange der amerikanische Geheimdienst aus Angst vor zu großer Rechenleistung in den falschen Händen bereits Herzattacken bekommt, wenn Saddam Hussein ein paar X-Boxes heimlich trotz Embargo importiert, um sie an verdiente Gefolgsleute zu vergeben, kann ich mir nicht vorstellen, dass es möglich sein wird, dass man an jedem Ort der Welt über eine solch unvorstellbare Rechenleistung und ein solches Gros an Informationen zu verfügen kann.
Das Internet als Informationsablage sorgt nach KK im Laufe der Zeit dazu, dass es zu einer Art „Aussengehirn“ des Menschen wird.ABlage für alles, was nicht sofort parat sein muss, Gedächtnisstütze für denkfaule. Ein Trend, den ich auch jetzt schon, umindest bei mir selbst ablesen kann.
Jedoch nicht in dem Maße, wie es KK im Weiteren beschreibt.
Laut ihm wird das Internet fest mit unserer Identität verknüpft sein.
Auch das kann ich ein Stück weit nachvollziehen, bedenkt man Parallelwelten, die bereits jetzt schon im Netz existieren.Nicht jedoch, ohne zu schaudern. So verlockend diese Vision der großen Vernetzung auch sein mag, so beängstigend ist sie auf ihren Schattenseiten, denn Information und Innovation, sei es mit noch so positiver Intention ist in der Geschichte der Menschheit schon zu oft in den falschen Händen zum Schlechten verkehrt worden.
366 mal jeklickt

13
Nov
2005

Von Laien und Profis

Gedanken um die Zukunft des World Wide Web.


Wie bereits festgestellt, nutzt jeder das Internet seiner Interessenlage nach anders.
So sind auch die jeweiligen Blickweisen, und Meinungen über das Medium verschieden.
Dass dies nicht nur bei Laien wie mir der Fall ist, sondern auch bei ausgesprochenen Web-Experten aus Forschung, und Business beruhigt mich ein wenig, denn es zeigt, dass jeder seine Erfahrungen aus seinem jeweiligen Blickfeld zur Grundlage seines Urteils macht, und weniger allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten, die mir nicht bekannt sein könnten.
Somit kann ich mich ruhigen Gewissens in eine Reihe von Umfrageergebnissen der Expertenbefragung aus dem Jahr 2004
"The Future of the Internet" zum Thema Zukunft des Webs einreihen, und meine Gedanken zu diesem Thema aus meinem Artikel Zukunftsmusik
mit denen der „Profis“ abgleichen.
Die 1.286 Befragten waren sich vor allem in einem Punkt einig: Das Internet wird weiterhin, oder sogar mehr als bisher Angriffsziel von Hackern sein, die sich mehr auf den Backbone selbst, als auf einzelne Anwendungsmöglichkeiten selbst konzentrieren werden.
Ein, wenn nicht sogar mehr verheerende Angriffe werden die Folge sein.
Auch die weitere Verbreitung der Technik in alle Lebensbereiche ict eine Entwicklung, die scheinbar auf der Hand liegt.
Auch eine weitere Vermischung von Arbeit und Freizeit, bedingt durch die Möglichkeit der Arbeit von jedem Ort der Welt über Internetgestützte Arbeitslösungen sehen die Experten.
Erstaunlich finde ich die Positive Sichtweise der Befragten in Bezug auf die Kreativität des Internetnutzers, die durch die Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Information im WWW gegeben ist.
Eine solche Entwicklung würde auch mich erfreuen, allerdings kann ich hier nur auf meine Ausführungen zur Kommerzialisierung des Internets verweisen, und möchte fragen, wie viel Platz kommerzielle Nutzer den unliebsamen Kreativlingen lassen werden.
Extremistische Tendenzen werden auch ach Meinung der Profis nach wie vor Existieren, keine Spur von Lösungsansätzen ist hier zu finden, was mich ein Stück weit beunruhigt.
Immerhin 42% der Befragten erhoffen sich eine grössere Beteiligung der Bevölkerung am gesellschaftlichen Leben bedingt durch Internetnutzung.
Meiner Meinung ist dies ein Stück weit ein Wiederspruch in sich.
Zwar kann ich von zu Hause aus in einem gewissen Maß am gesellschaftlichen Leben Teilnehmen, aber eben nicht vollwertig.
Wer aber nichts Anderes mehr gewöhnt ist, wird sich am übrigen Teil des gesellschaftlichen Lebens wohl kaum beteiligen.
In die Selbe Richtung geht die Hoffnung von 39% der Befragten, dass Internet trage zur Erweiterung des eigenen sozialen Netzwerks bei.
Erschreckt hat mich die Prognose, dass menschen das Internet zukünftig mehr und mehr so nutzen, dass sie Informationen, welche sich nicht mit ihren eigenen Sichtweisen und ihren politischen und sozialen Problemen decken ausblenden.
Ich denke, die Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben, den sozialen Minimalkonsens und das allgemeine Verständnis für Probleme anderer Menschen, und damit die Folgen für die gesamte tolerante, aufgeklärte, mündige und selbst denkende Gesellschaft wären verheerend, womit dieser Punkt auch im Gegensatz zu vorher aufgeführten Punkten wie etwa des steigenden Bürgerengagements steht.
Eine steigende Wahlbeteiligung erhoffen sich die Experten von Onlinewahlen.
Höhere Wahlbeteiligung schön und gut. Wenn diese allerdings auf einem immer weniger breit gebildeten Meinungsbild fußt, wie eben beschrieben, bin ich mir nicht sicher, ob ich dies ernsthaft begrüßen kann und soll.

Alles in allem bleibt das Meiste Spekulation, und es ist nach wie vor schwer, gesicherte Aussagen über die Zukunft des Internet zu machen, wie uns bereits die Vergangenheit lehrt.
Denn auch im letzten Jahrzehnt hat sich Vieles anders entwickelt, als es der Laie, und eben auch der Profi vorausgesagt hätte…
430 mal jeklickt

12
Nov
2005

Spuren im Schnee...

hinterlässt man zwangsläufig, sobald man anfängt, sich fortzubewegen.
Ganz ähnlich ist es im Internet, ob man nun will oder nicht.


Das hat sicherlich Vorteile, ich habe schon so manchen wiedergefunden, indem ich seinen Namen gegooglet habe.
Allerdings finde ich es auch ein Stück weit bedenklich, dass es heutzutage kaum möglich ist, seinen Namen nicht im Netz wiederzufinden.
Aus diesem Grund überprüfe ich auch des Öfteren, wo und in welchem Zusammenhang mein Name auftaucht, und versuche dies möglichst zu unterbinden.
Deshalb war ein erneuter Versuch heute auch weitestgehend unspektakulär, und ausser ein paar Spuren aus der schwarzen Parteivergangenheit, Abiturmeldungen, und kleineren Zeitungsartikeln ließ sich nichts interessantes finden.
Den Top 1 Posten bei Google habe ich schon seit längerem an meine Namensvettern abgetreten, von denen es irgendwie eine steigende Zahl zu geben scheint, von Mal zu Mal, dass ich meinen Namen checke.
Bis zum nächsten Mal, auf dass es ähnlich still bleibt...
470 mal jeklickt

5
Nov
2005

Erfolgsrezept Internet

Was macht das Internet eigentlich so erfolgreich? Wo liegt der Vorteil gegenüber anderen Medien?

Für mich steht ein Punkt im Vordergrund, den das Internet anderen Medien voraushat. Es ist ein aktives Medium. Zwar kann man hier auch ohne weiteres passiv konsumieren, aber eben auch aktiv daran teilhaben.
Hier wird diskutiert und gestritten, geschrieben und telefoniert, fotografiert und gefilmt.
Jedes noch so seltene Hobby, jeder Spleen findet hier Anhänger.
Diese Eigenschaft, verbunden mit den Faktoren einmaliger Geschwindigkeit, weltweiter Verfügbarkeit, und ungreifbarer Vielfalt und Größe, machen das Medium Internet zu dem Netzwerkmedium schlechthin.
Kein anderes Medium vermag es, gemessen an diesen Kriterien, mit dem Internet mitzuhalten.
Man kann über beliebig große Distanz, zu beliebiger Zeit, mit beliebig vielen Menschen in Kontakt treten, eine einmalige Chance zum interkulturellen austausch.
Es erlaubt, zu Themen verschiedenste populäre und weniger populäre Meinungen und Strömungen aufzufangen, und sich somit eine verhältnismäßig objektive - oder zumindest eine auf einer unvergleichbar breiten Informationsbasis fußende Meinung zu bilden.
Daten,Texte,Bilder,Videos, sind bei Bedarf sofort und überall verfügbar.
Und dies alles in einem Minimum an Zeitaufwand, womit es das vermeintlich optimale Medium für diese schnellebige Zeit ist.
444 mal jeklickt

Zukunftsmusik

Einer der Vorteile des Internet bürgt meiner Meinung nach auch die grösste Gefahr.
Die Geschwindigkeit
Als Nutzer dieses schnellebigen Mediums neigt man dazu, Informationen schneller und schneller Aufnehmen zu wollen- ein längerer Artikel wird oft nur noch flüchtig gelesen, mehrseitige Aufsätze erst gar nicht begonnen. So ist das Internet nicht nur Produkt unserer schnellebigen Zeit, sondern beschleunigt diese noch weiter, da dieser Wunsch nach kompakter, schneller Information sich auch auf andere Medien überträgt.
Der Rückgang der Zeitungsabbonements ist hier nur ein kurzer exemplarischer Beleg sein.
Wohin diese bedenkliche Entwicklung führt, ist fraglich.
Um Aussagen über die zukünftige Entwicklung des World Wide Web treffen zu können, ist ein Blick in die bisherige Entwicklung ratsam.
Das Internet wächst nach wie vor, es gibt mehr und mehr user.
Dieser Trend wird sich meiner Meinung nach noch lange fortsetzen, immer mehr Menschen werden in die Lage versetzt, freien Zugang zum Internet zu bekommen.
Die jüngeren Generationen nutzen das Medium ganz selbstverständlich, die ältere stirbt aus.
Jedoch gibt es auch nachteilige Entwicklungen.
Das Internet wir immer mehr komerzialisiert. Die steigende Zahl von Spam Mails beispielsweise sind ein Symptom hierfür.
Viren, Würmer und sonstige Web-Krankhiten werden denke ich ebenfalls zunehmen.
Interessant wird auch sein, wie man es schafft, die Radikalen Tendenzen der Meinungsäußerung, Betrügereien und sonstige negative Blüten des Internets einzudämmen.
Wird es Irgendwann die vielbeschriene Internetpolizei geben?
Oder eine Aufsichtsbehörde?
Ist dieses gigantische Medium überhaupt kontrollierbar, und wäre dies wünschenswert?
All diese Fragen sind wohl erst erschöpfend zu beantworten, wenn es so weit ist, und man genauere Erkenntnisse über die Konkrete Entwicklung hat.Im Moment wäre alles Weitere Spekulation und Zukunftsmusik.
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Das Netz und Ich

Da ich mit diesem Weblog nun auch eine Rolle im Internet spiele, ist es für mich einmal an der Zeit, zu reflektieren und mich selbst zu Fragen, welche Rolle das Internet für mich einnimmt.

Ich verbringe vergleichsweise viel Zeit im Internet.
Ich besitze ganz bewusst keinen Fernseher, und so nutze ich das Internet für viele Dinge, für die Andere das Fernsehen verwenden.
Aus dem Internet beziehe ich Informationen und Nachrichten jeglicher Art und Coleur.
Hier informiere ich mich über das Wetter, sehe nach Verkehrsmeldungen oder Blitzern.
Ein Radio besitze ich ebenfalls nicht, und selbst wenn, wäre es angesichts der Radiolandschaft hier vor Ort nutzlos. So kommt auch die akustische Unterhaltung aus dem fernen Berlin aus dem Internet.
E-Commerce ist für mich eine gute Möglichkeit, bequem und günstig einzukaufen.
Gezwungen durch das schlechte und unübersichtliche Streckennetz des VRT habe ich den online-Fahrplaner schätzen gelernt.
Ebenso auch diverse online-Routenplaner für längere Autostrecken.
Aufgrund der räumlichen Distanz zur Hauptstadt ist es natürlich auch willkommene Kommunikations- und Diskussionsplattform.
Bin ich zu Hause, geht es kaum ohne Netz, aber ist man mal eine Weile nicht im Internet, so ist es doch erstaunlich, wie leicht man es doch vergisst, und prima ohne auskommt.
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Exilregierung

Ein Hauptstadtbewohner im schönen Trier

Count on me!

Status

Online seit 1481 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 6. Jul, 17:49

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Ich wäre gerne dabei gewesen, ist aber ein bisschen...
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